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  Freundeskreis Heimatgeschichte 

-Projekt Zehntscheuer-

Einladung zum Arbeitseinsatz am Samstag, 11. Februar 2012 ab 8.30 Uhr in der Zehntscheuer, Karlsruherstrasse 6.

Er kam spät, aber er kam heftig: Der Winter. Tagsüber gibt es zwar herrlichen Sonnenschein, aber auch Nachttemperaturen die sich der minus 20 Gradgrenze nähern; selbst die Tageshöchsttemperaturen bewegen sich bei minus fünf bis sieben Grad Celsius und wenn die Meteorologen recht haben, soll es noch kälter werden.

Solche Wetterbedingungen hätten vor einigen Jahrzehnten noch zu Situationen auf dem Rhein geführt wie sie auf dem Bild des zugefrorenen Rheines zu sehen sind. Heute können solche Eismengen auf dem Rhein nicht mehr entstehen, da die Abwässer von Unternehmen und Kommunen zwar geklärt, aber doch sehr stark erwärmt sind, so dass  das Rheinwasser nicht mehr gefrieren kann. Das letzte „Treibeis auf dem Rhein“ wurde1963 beobachtet.

Über Wochen herrschte 1928/29 strenger Winter. Der Rhein hatte wenig Wasser. Eisschollen, oftmals dicker als einen Meter, trieben stromabwärts. Es wurde in Deutschland minus 37 Grad und bei uns am Rhein minus 24 Grad gemessen. Am 12. Februar, dem Fastnachtdienstag, schrieben die Zeitungen: „Sibirische Kälte in Deutschland“.

Das Zufrieren des Rheines begann an den Ufern, wo die Fliessgeschwindigkeit gering war. Zwischen den aus dem Wasser ragenden Buhnen bildeten sich erste Eisflächen, in der Fahrrinne trieben die Eisschollen tagelang  rheinabwärts. An den Engstellen des Rheinstroms - Binger Loch oder Loreley stauten sie sich am 16. Februar 1929

erstmals - kurze Zeit später war es dann auch in Worms soweit- die Schollen waren zu einer geschlossenen Eisdecke gefroren. Die Zeitungen schrieben überall vom „zugefrorenen Rhein“ was natürlich nicht so geschah wie wir das von unseren Baggerseen kennen. Die riesigen Eismassen hatten sich übereinander geschoben und waren zu einer Eisgeröllmasse erstarrt. Für die Bevölkerung war dieses „Jahrhundertereignis“ natürlich eine Sensation die man gesehen haben musste und es soll wahre „Völkerwanderungen“ an den Rhein gegeben haben. Für die Jugend war das natürlich ganz toll zu Fuß über den Rhein zu gelangen. Möglicherweise gibt’s auch in unserer Heimatgemeinde noch Fotos von diesem Ereignis, das wir natürlich gerne im nächsten Kalender des Freundeskreises Heimatgeschichte abdrucken würden. Wenn ja, nehmen sie bitte Kontakt zu uns auf -  sie erhalten ihr Foto garantiert zurück. Trotz des strengen Frostes werden wir am Samstag in der Zehntscheuer weiterarbeiten, denn unsere moderne Wärmepumpenheizung, die bisher sehr gut funktioniert sorgt für angenehme Temperaturen im Gebäude. Also hinterm Ofen hervor kriechen und ab in die Zehntscheuer -               wir freuen uns

                                                  einfach

Tel. 07247/4550 anrufen

oder

 eine e.Mail

ps. aus urheberrechtlichen Gründen musste ich die Bilder weglassen

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